International besetzter Wettkampf auf der Deutschen VDH-Meisterschaft Rettungshunde 2018

 

Die 13. Deutsche VDH-Meisterschaft Rettungshunde (RHDM) fand auch in diesem Jahr in Verbindung mit einer internationalen IRO-Prüfung statt. Diese Anbindung bietet einen besonders attraktiven Vergleich mit Rettungshundeteams aus dem europäischen Ausland. Teilnehmer aus den Niederlanden, Österreich, Schweiz und zahlreichen Bundesländern Deutschlands stellten sich dem internationalen Richterteam.

 

In der Vorbereitungsphase zeichnete sich der Ausrichter der RHDM durch eine immer aktuelle und professionelle Homepage aus. Auch die Probleme bei der Beschaffung der Geländeflächen, die Sorge um die finanziellen Belastungen und die international oftmals schwierigen Meldegrundlagen brachten Unruhe in die Gruppe. Letztlich wurde dank des Engagements eines guten Teams alles bis zum letzten Tag vor der Veranstaltung gemeistert. Als VDH-Veranstaltungsleiter habe ich gern dieses Team unterstützt und danke für die Zusammenarbeit.

Der Ausrichter der Veranstaltung und Gastgeber, die SV OG Leipheim, unter der Leitung von Sabine und Harald Becker hat nicht nur ein hervorragendes Gelände für alle Sparten des Rettungshundesports bereitgestellt, sondern auch mit seinem Team, in das umliegende Ortsgruppen integriert waren, einen hervorragenden Service geboten. Die gesamte Veranstaltung wurde tadellos abgewickelt. Für dieses Engagement ernteten sie Lob und Anerkennung auch im Namen des VDH.

Das für die RHDM ausgewählte und hervorragend vorbereitete Sportgelände mit liebevoll geschmücktem Festzelt und idealen Bedingungen für die RH-Teams bot einen guten Einstieg in die kommenden Tage. Anmeldungen, Training, Richterbesprechungen, Auslosung und die Wettkampftage einschließlich Versorgung ließen keine Wünsche offen. Alles verlief reibungslos.

Von den ursprünglich 82 gemeldeten Teilnehmern nahmen leider nur 64 Teams aus 4 Ländern am Wettkampf teil.

Es richteten in den Stufen B:
Rita Leivas Leite (IRO) aus Brasilien in der Trümmersuche, Patrick Corpataux (IRO) aus der Schweiz in der Flächensuche, Detlef Kühn (IRO) die Fährtensuche und Mirka Necak (IRO) aus Slowenien die Unterordnung und Gewandtheit.

Friedrich Reichert (SV) richtete alle Teams der Stufen A, sowohl im Bereich Nasenarbeit als auch der Unterordnung und Gewandtheit.

Alle Richter haben durch ihre Fachkenntnis und ihr faires, gleichmäßiges Beurteilen der gezeigten Leistungen zur guten Stimmung beigetragen. Die Deutschen Meister im Rettungshundesport 2018 wurden aus den besten Teams der B- Prüfungen ermittelt.

In der Flächensuche müssen die Rettungshunde in einem dichten, rd. 4 ha großen Waldgebiet drei vermisste Personen auffinden. Hier siegte unter 25 Teilnehmern im internationalen Feld Jantine Boerringer aus den Niederlanden mit ihrem Deutschen Schäferhund (DSH) „Andy van Romantos Hoeve“ mit 281 Punkten.
Die Bestplatzierten der Deutschen Meisterschaft:
1. Sonja Schlamp (BRH) mit ihrer Malinoishündin (Mal) „Nelly“ (281 Punkte),
2. Carsten Oje (SV) mit seinem DSH „Delta aus der Wallapampa“ (279 Punkte) und
3. Renate Gregor (RHS Isar) mit ihrem Tervuren (Ter) „Bruno“ (273 Punkte)

Die Trümmersuche fand auf einem sehr gut vorbereiteten Gelände des THW in Neu-Ulm statt. Den 22 Teilnehmern wurde die Aufgabe gestellt, nach sinnvoller taktischer Vorgabe 3 Personen in dem rd. 1.200 m² großen Gelände mit unterschiedlichen Strukturen drei Personen zu finden.
Im internationalen Vergleich siegte mit einer außergewöhnlichen Leistung die Deutsche Meisterin Hannah Schmidt (BRH) mit ihrer Malinoishündin „Kaya“ (293 Punkte) vor Markus Schutti aus Österreich mit Mal „Aika die vor Ennstal“ (278 Punkte) und Rolf Häusermann aus der Schweiz mit seinem Ter „Dante de l´Arcae des Loupes“ (278 Punkte).
Die Bestplatzierten der Deutschen Meisterschaft wurden hinter Hannah Schmidt
2. Juliane Lange (DVG) mit ihrem Mal „Jaleo vom Herrenberger Schloss“ (276 Punkte)
3. Barbara Pietrusky (DVG) mit ihrem Mal „Wanjeena´s Brigit“ (270 Punkte).

Die Fährtensuche in einem anspruchsvollen Wiesengelände mit kreuzenden Wegen und Verleitungen stellte an die 7 RH-Teams hohe Anforderungen. Auch hier wurde das Problem eines kurzfristigen Geländewechsels in Zusammenarbeit mit dem amtierenden Richter zum Wohl der Teilnehmer gemeistert.
Den Anspruch, über eine rd. 2.000 Schritt lange Fährte den vermissten Fährtenleger zu orten, haben mit einer Ausnahme alle Teams geschafft.

Internationale Siegerin wurde hier Cara Tutschek aus Österreich mit ihrem Mal „Dakar de l`Arcane des Loupes“ (280 Punkte).
Die Bestplatzierten der Deutschen Meisterschaft wurden:
1. Christa Steinborn (RHS Isar) mit ihrem DSH „Djuma aus der Wallapampa“ (273 Punkte)
2. Christine Colligs (SV) mit ihrem DSH „Quentchen von den Wölfen“ (259 Punkte)
3. Isabella Kühn (RHS Isar) mit Ihrem Border Collie „Goldenberry Cottage Spark“ (255 Punkte)

Die A- Stufe gewann in den Trümmern Alvaro Martinez aus Spanien mit seinem Mal „Arroyo“, in der Fläche Andrea Magdziarz (SV) mit ihrem Mal „Joeli vom schnellen Fahnder“ und in der Fährte Rolf Häusermann aus der Schweiz mit Ter Dante de l`Arcae des Loupes.

Beste Wetterbedingungen prägten alle Tage der RHDM bis hin zur würdevollen Siegerehrung am 1. Mai. Es herrschte eine feierliche Stimmung beim Einmarsch der Teilnehmer.
Walter Lenk, Ehrenvorsitzender der SV LG Bayern-Süd als Vertreter des Veranstalters leitete die Siegerehrung ein. Ihm folgte der Bürgermeister der Stadt Leipheim als Schirmherr und der SV-Beauftragte Andreas Quint, der auch zu einem Ständchen für den heutigen 42. Geburtstag des Schweizer Leistungsrichters Patrick Corpataux auffordert. Es folgt die Ehrung der Sieger und aller Teilnehmer durch den VDH-Obmann Rettungshunde.

Mit der deutschen Nationalhymne endet die 13. RHDM.

Teilnehmer, Zuschauer und Ausrichter waren einhellig der Meinung, die VDH RHDM 2018 war eine rundum gelungene Veranstaltung, die sich durch eine gute Zusammenarbeit der Organisatoren ausgezeichnet hat.

   Walter Hoffmann
VDH-Obmann Rettungshunde

 

Bilder entnehmt bitte der Galerie aus der HP der OG Leipheim
Tierfotografie Svenja Krüger, Günzburg

 

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