Bericht VDH-Richtertagung 2017 für Rettungshundesport in Hemer

 

Großartiger Erfahrungsaustausch der Rettungshunderichter

 

Den VDH-Richtern Rettungshundesport nach der internationalen Prüfungsordnung IPO-R wurde erstmals in Hemer ein attraktives Programm im Rahmen einer zweitägigen, gemeinsamen Richtertagung vermittelt. Neben wissenswerten Informationen über die Struktur der Vereine im Rettungshundesport enthielten die Präsentationen auch das Feedback über die nationalen und internationalen Aktivitäten des DVG, BRH und SV. Die Statistik des Rettungshundesports zeigt einen steten Anstieg des Prüfungswesens im Rettungshundesport.

 

Während der gesamten Tagung prägten auch Beiträge von Fachleuten innerhalb der Vorträge den Informationsfluss. Einzelheiten in der Umsetzung unserer derzeitig gültigen
IPO-R wurden ebenso intensiv diskutiert, wie auch Anregungen für eine Reform.

 

Die Zusammenhänge für die Durchführung des Mannschaftswettbewerbs im Rettungshundesport bereiten unsere Richter auf eine noch sehr wenig bekannte, außerordentlich interessante Variante einer Prüfung vor. In dieser Disziplin werden von drei Hundeführern und einem Teamleiter sowohl in der Nasenarbeit als auch in der Unterordnung und Gewandtheit Aufgaben gestellt, die in Teamarbeit gelöst werden. Harmonisches Miteinander der Teammitglieder ist hier gefragt. Vor allem aber kommen hier kooperative und besonders sozialverträgliche Hunde zum Einsatz.

 

Bisher ist diese Variante des Rettungshundesports selten, obwohl der VDH seit 2010 bereits mehrfach, im zweijährigen Rhythmus, großartige Erfolge auf den FCI-Weltmeisterschaften erzielen konnte.

 

Mit dem Abschluss des ersten Tages und einem gemeinsamen Abendessen wurde noch viel gefachsimpelt und diskutiert.

 

Die Kenntnis der Zusammenhänge von Thermik und Wind ist für die Rettungshundearbeit und vor allem auch die Beurteilung eine fundamentale Grundlage. Ein Highlight bildet deshalb dann am Folgetag der Vortrag von Detlef Kühn zu diesem Thema auf der Grundlage einer Präsentation des Schweizer Experten und erfahrenen Rettungshundeführers Jeremias Janki. Neben der Powerpointpräsentation wurden thermische Einflüsse in einem Modellversuch mit Unterstützung der DVG-Richterin Renate Eberts erläutert.

 

Praktische Beispiele vervollständigten dann letztlich den Fachvortrag. Mit Rauchpatronen initiierte Beispiele thermischer Einflüsse im Außenbereich des DVG-Zentrums in Hemer runden die interessanten Informationen der Tagung ab.

 

„Eine außergewöhnliche Richtertagung mit vielen Elementen für die Weiterbildung“ war die mehrheitliche Meinung der Teilnehmer/innen und Gäste, die dann am frühen Sonntagnachmittag die Heimreise antreten.

 

Walter Hoffmann
(VDH-Obmann Rettungshunde).

 

Die Einflüsse von Thermik und Wind erläutert Detlef Kühn
den Seminarteilnehmern

 


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