Jahresbericht 2013

des Beauftragten für die Spezialhundeausbildung

 

Das Rettungshundewesen nimmt im SV eine nun doch zunehmende Akzeptanz an. Die Anzahl der aktiven OG´n hat zugenommen, so dass sich für die Zukunft eine positive Tendenz abzeichnet.

Vor allem hat sich gezeigt, dass die Kooperation mit den Einsatzorganisationen eine deutliche Verbesserung der Sinnhaftigkeit von sportlichen Rettungshundeprüfungen für die spätere Nutzung im Einsatz sein kann. Vermutlich ist auch die Reform der 2012 in Kraft getretenen Prüfungsordnung (IPO-R) ursächlich darauf zurück zu führen.

Die Initiative zum „Therapiehund“ stagniert weiterhin. SV-seitig wird auch nicht weiter an einer Zusammenarbeit mit professionellen Therapievereinigungen gearbeitet. Es hat sich inzwischen auch gezeigt, dass einige OG innerhalb des SV eigene Verbindungen zu Therapiehundeinsätzen pflegen und durch Eigeninitiative in Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern sinnvolle Arbeit mit ihren Deutschen Schäferhunden und freilich auch anderen Rassen „Therapieprogramme“ absolvieren.

Im Berichtsjahr gab es nun folgende Highlights für das „Rettungshundewesen“:

  • Die „8. Offene VDH Meisterschaft für Rettungshunde“ wurde vom DVG Landesverband Württemberg in Kooperation mit der Rettungshundeorganisation „SAR Germany“ in Nürtingen (LG13) ausgeführt. Für den SV wurde diese Meisterschaft wie in den Vorjahren als Sichtungsprüfung für die „IRO Weltmeisterschaft“ in Nijmegen (Niederlande) genutzt.Mit der als „Internationale IRO-Prüfung“ ausgewiesenen „Offenen Deutschen Meisterschaft“ gelang im Rahmen einer engagierten Organisation eine positive Darstellung unserer Hunde (Bericht SV-Zeitung).

    Es stellten sich 87 (Vorjahr 69) Teilnehmer aus 6 Ländern in den Sparten Fährtenarbeit, Flächen- und Trümmersuche dem Wettkampf. Dabei war zu berücksichtigen, dass diesmal nur 23 (Vorjahr 31) SV-Teilnehmer, davon wiederum 18 (22) Deutsche Schäferhunde vertreten waren.
  • Von den Teilnehmern/innen an der Deutschen Meisterschaft in Nürtingen konnten wir 5 (3) Teilnehmer/innen (4 in der Flächensuche, 1 in der Fährtensuche) bei der „19. IRO Weltmeisterschaft in Nijmegen (Niederlande)melden. Zur außergewöhnlich gut organisierten WM meldeten sich 142 Teams an, so dass eine Teilnehmerbeschränkung auf 126 Teilnehmer erforderlich wurde. Das SV-Team konnte dadurch den 4. Teilnehmer in der Fläche nur noch als Ersatz melden.

    Die doch recht spannenden Wettkämpfe auf einer grenzenlos erscheinenden Heidelandschaft für die Fährten, einem sinnvoll ausgewählten Waldgebiet für die Fläche und dem nahezu einmaligen Trümmergelände auf dem Flughafengelände in Weeze (D) wurden allseits gelobt und gaben auch einen sehr guten Überblick zur Rettungshundearbeit in den verschiedenen Sparten.


    Stefan Funk mit seinem Aick vom Staufer Sturm meisterte in der anspruchsvollen Fährte unter 10 Teilnehmern den 4. Platz. Sieger wurde hier Peter Schüler aus Österreich.


    Besonders spannend war dann der Verlauf der Flächensuche, denn aus der Suche kamen 5 Teilnehmer mit nur 3 Punkten Unterschied. Es entschied also die Unterordnung und Gewandtheit über Sieg und Platz. Hermann Bülter legt 92 Punkte vor und wir glauben auch nicht mehr an einen vorderen Platz. Alle anderen hatten jedoch Patzer in ihrer Arbeit, so dass letztlich der Sieg an den SV-Teilnehmer ging. Erstmals seit unserer Teilnahme an der IRO-WM war dies ein großartiger Erfolg.      
  • Die Durchführung von RH-Landesmeisterschaften hat sich inzwischen in einigen LG´n durchgesetzt. Auch offene LG-Wettkämpfe werden weiterhin durchgeführt. Eine Steigerung der Teilnehmerzahlen ist zudem im Berichtsjahr eingetreten.

Zum allgemeinen Geschehen im SV-RHW:

  • Innerhalb unserer 19 LG´n sind weiterhin unterschiedliche Aktivitäten für das RHW festzustellen. Bei engagierten LG-Beauftragten werden weiterhin Prüfungsaktivitäten und sinnvolle Kooperationen durch die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen praktiziert.
    Wie schon in den Vorjahren beklagt, gibt es leider LG-Funktionäre, die sich gar nicht oder zu wenig um das Rettungshundewesen in ihrer LG kümmern.

    Auf jeden Fall bleibt weiterhin festzustellen, dass bei fehlendem Einsatz des RH-Beauftragten der LG auch die RH-Arbeit in den OG`n wenig Entwicklung erfährt.
       
          
  • Die Jahresberichte der LG-Beauftragten geben Aufschluss über die Aktivitäten in den jeweiligen LG´n. Nur 5 Berichte liegen bisher vor. Die Aktivitäten sind sehr unterschiedlich. Es ist nach wie vor festzustellen, dass bei Engagement und Motivation von LG-Beauftragten und/oder ihren Beauftragten eine sinnvolle und vor allem recht aktive Bewegung in die Richtung Rettungshundewesen festzustellen ist. Hervorragende Beispiele sind hier die LG 01, 02, 05, 06 12 und neuerdings auch 15. Bemerkenswert ist auch der Bericht aus USA, denn der United Schutzhund Club of America (USCA) ist recht aktiv geworden dank der aktiven Arbeit von Stephanie Dunion.
    Eine aktuelle Darstellung in der LG-Homepage bietet oftmals schon eine sinnvolle Information für unsere aktiven Rettungshundemitglieder, die auf der Suche nach einem naheliegenden Betätigungsfeld sind. Leider haben vier LG´n nicht einmal eine Erwähnung zum Rettungshundewesen. Das sollte unbedingt bundesweit verbessert werden, um das Rettungshundewesen im SV auch flächendeckend anzubieten. 
        
  • Die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen sind sinnvoll. Leider gibt es dabei auch Konflikte, die nicht immer gütlich geregelt werden können. Da wir nach wie vor aus logistischen Gründen keinen eigenen Rettungshundeeinsatz planen, halte ich jedoch nach wie vor daran fest, dass die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen angestrebt werden sollte.

  • Unsere Mitgliedschaft in der IRO hat unserem Image bisher genutzt. Die Darstellung unserer Rasse in der internationalen, werbewirksamen Rettungshundeszene wurde deutlich verbessert. Leider haben dies jedoch noch zu viele LG-Funktionäre des SV nicht.
    Die Möglichkeit für die SV-Mitglieder zur Teilnahme am Einsatztest der IRO wurde bisher nicht genutzt. Das wäre zumindest eine Möglichkeit in den internationalen Einsatz direkt über die IRO-Zentrale integriert zu werden.
              
  • Die Statistik über die abgeleisteten Prüfungen im Berichtsjahr weist eine weitere Steigerung der Aktivitäten rund um das Rettungshundewesen aus. Seit dem Beginn der statistischen Aufzeichnungen stellen wir einen steten Anstieg des Interesses am Rettungshundesport fest. Das Diagramm gibt diesbezüglich eine Zehnjahresübersicht. 
  • Der VDH-Ausschuss für das RHW mit gleichzeitigem Anschluss an die FCI wird weiterhin durch den VDH-Obmann Detlef Kühn geleitet. Ausgelöst durch die Mitgliedschaft des DVG in der IRO wurde nun unter meiner Leitung ein Ausbildungsprogramm für Rettungshunderichter innerhalb des VDH initiiert. Neben 6 DVG-Leistungsrichtern wollen wir in diesem Zusammenhang auch 4 weitere SV-Richter für die Rettungshundearbeit.      
    Der VDH sieht eine gute Zukunft im Rettungshundesport und wird auf jeden Fall weiterhin auf allen Gebieten die Arbeit im Rettungshundewesen unterstützen.           

  • Innerhalb der WUSV besteht weiterhin eine Zusammenarbeit mit interessierten Mitgliedsländern. Eine Fortentwicklung zum Vorjahr ist allerdings nicht

  • Die Öffentlichkeitsarbeit hängt sehr stark von den jeweiligen LG-Beauftragten ab. Lokale und regionale Seminare, Präsentationen und Vorträge werden gern angenommen, erreichen aber leider nicht das breite Publikum.
    Über die „IRO-Deutschland“ soll nun erreicht werden, dass auch eine internationale Förderung des Rettungshundewesens erfolgt. Werbung dafür wurde bereits in Zusammenarbeit mit der HG

  • Im Richterwesen haben wir die vom VDH-Vizepräsidenten Wolfgang Henke angeregte Initiative zur weiteren Richterausbildung durch den VDH bereits beschrieben. Auf Empfehlung der LG´n nehmen nun Roswitha Dannenberg (LG01), Helmut Hecker (LG 12), Egon Baumgart (LG 06) und Heiko Christian Grube (LG 03) an der Ausbildung für den SV teil. Im Hinblick auf den möglichen Einsatz von IRO und/oder FCI Richtern für die RH-Prüfungen nach IPO-R haben wir somit auch bisher keinen dringenden Handlungsbedarf. Wünschenswert wäre eine bessere Beteiligung unserer RH-Richter an überregionalen Veranstaltungen.

  • Erstmals fand im Berichtsjahr eine internationale Richtertagung in Berlin für alle IRO- und FCI-Richter statt. Unter meiner Leitung wurden 50 Richter über eigens für diese Veranstaltung erstelltes Videomaterial
    Im SV findet jährlich seit 2003 regelmäßig eine Richtertagung statt. Sie enthält Neuerungen in der Auslegung der PO und ist geprägt durch Anregungen für die Förderung des RHW insgesamt.           
    Es ist auch unsere Aufgabe, die Leistungsrichter des SV, die letztlich berechtigt sind, eine Eignungsprüfung abzunehmen, zu schulen, um das Rettungshundewesen in den OG und LG zu stärken. Leider ist es manchmal beschämend, dass sich eingesetzte LR hier nicht ausreichend informieren und falsche Signale senden. So danke ich Heinz Gerdes, dass wir anlässlich der überregionalen Richtertagung über die Beurteilungsgrundsätze vortragen konnten.

Der administrative Bereich ist zeit- und arbeitsintensiv. Die Vielzahl der Anfragen wird in Kooperation mit der HG erledigt. Einige LG-Beauftragte unterstützen schon dadurch diese Arbeit, dass sie innerhalb ihrer LG alle Anfragen selbst bearbeiten und die Gesamtleitung dadurch entlasten.  

Die Integration unseres Vereins in die Rettungshundearbeit ist ein wichtiges und vor allem zukunftorientiertes Standbein. Es sollte weiterhin unser Ziel sein, in diesem nicht nur interessanten, sondern auch sinnvollen Freizeitbereich strebsam weiterzuarbeiten und auch in den OG für mehr Interesse an der Rettungshundearbeit zu werben.

Zum Wohle des Vereins sollte es auch möglich sein, bundesweit alle Landesgruppen mit einem/einer fachkundigen und engagierten Beauftragten für das Rettungshundewesen auszustatten.

Wie auch in den Vorjahren schließe ich den Bericht mit dem Wunsch, dass wir als weltgrößter, verantwortungsvoller Zuchtverein ständig daran arbeiten, triebbeständige, leistungsstarke und vor allem gesunde Hunde zu züchten und unsere Mitglieder anhalten, diese tierschutzgerecht auszubilden.

 

Herne, den 12.03.2014

 

 

 

 

 

 


 

 

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