Jahresbericht 2012
des Beauftragten für die Spezialhundeausbildung

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Die gravierend veränderte neue Rettungshunde-Prüfungsordnung (IPO-R) hat sich inzwischen durchgesetzt und wird durchgehend akzeptiert. Vor allem die Kooperation mit den Einsatzorganisationen, die eine Herausnahme von Übungen aus dem Gebrauchshundesport begrüßten wurde damit verbessert.

Insgesamt setzt sich die Akzeptanz des Rettungshundesports auch im SV durch, wenn auch nach wie vor die regionalen Probleme nicht zu übersehen sind.

Die Initiative zum „Therapiehund“ stagniert. Es ist SV-seitig auch nicht weiter an einer Zusammenarbeit mit professionellen Therapievereinigungen gearbeitet worden. Fakt bleibt jedoch, dass einige OG innerhalb des SV eigene Verbindungen zu Therapiehundeinsätzen pflegen und durch Eigeninitiative in Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern sinnvolle Arbeit mit ihren Deutschen Schäferhunden und freilich auch anderen Rassen „Therapieprogramme“ absolvieren.

Im Berichtsjahr gab es nun folgende Highlights für das „Rettungshundewesen“:

Die „7. Offene VDH Meisterschaft für Rettungshunde“ wurde in der SV OG Wanne-Nord ausgeführt. Für den SV wurde diese Meisterschaft wie in den Vorjahren als Sichtungsprüfung für die „IRO Weltmeisterschaft“ in Romny (Ukraine) und die FCI Mannschaftsweltmeisterschaft in Zatec (Tschechische Republik) ausgeführt. Mit der als „Internationale IRO-Prüfung“ ausgewiesenen „Offenen Deutschen Meisterschaft“ gelang im Rahmen einer engagierten Organisation eine positive Darstellung unserer Hunde auf der dafür besonders gut geeigneten Hundesportanlage in Westfalen (Bericht SV-Zeitung).Es stellten sich nach 76 Meldungen insgesamt 69 (Vorjahr 63) Teilnehmer aus 6 Ländern in den Sparten Fährtenarbeit, Flächen- und Trümmersuche dem Wettkampf. Dabei war zu berücksichtigen, dass diesmal 31 (28) SV-Teilnehmer, davon wiederum 22 (15) Deutsche Schäferhunde vertreten waren.


Von den Teilnehmern/innen an der Deutschen Meisterschaft in Wanne-Nord konnten wir 3 (4) Teilnehmer/innen (einer in der Flächensuche, zwei in der Fährtensuche) bei der „18. IRO Weltmeisterschaft in Romny (Ukraine)melden. Leider litt diese außergewöhnlich gut organisierte und von der Bevölkerung großartig akzeptierte WM unter dem Boykott vieler Organisationen. Dadurch waren es letztlich nur 43 Teilnehmer. Leider konnte sich kein SV-Teilnehmer platzieren.

Im Rhythmus von 2 Jahren findet auch eine FCI-Mannschaftsweltmeisterschaft statt. Die Tschechische Republik als Gastgeber hatte für die jeweiligen Teams bestehend aus drei Hunden und einem Mannschaftsführer anspruchsvolle Areale vorbereitet. Hier errang das SV-Team mit zwei Teilnehmern aus Württemberg und einer Teilnehmerin aus Westfalen mit dem 2. Platz eine herausragende Leistung.
Die Veranstaltung wird nächstmalig in Italien sein. Hier kann ich nur empfehlen, dabei zu sein; es ist immer wieder ein Erlebnis.


Die Durchführung von RH-Landesmeisterschaften hat sich inzwischen in einigen LG´n durchgesetzt. Auch offene LG-Wettkämpfe werden weiterhin durchgeführt. Eine Steigerung der Teilnehmerzahlen ist offensichtlich auch im Berichtsjahr nicht eingetreten.

 

Zum allgemeinen Geschehen im SV-RHW:

Innerhalb unserer 19 LG´n sind weiterhin unterschiedliche Aktivitäten für das RHW festzustellen. Bei engagierten LG-Beauftragten werden weiterhin Prüfungsaktivitäten und sinnvolle Kooperationen durch die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen praktiziert. Wie schon in den Vorjahren beklagt, gibt es auch LG-Funktionäre, die sich zu wenig um das Rettungshundewesen in ihrer LG kümmern.
Auf jeden Fall bleibt weiterhin festzustellen, dass bei fehlendem Einsatz des RH-Beauftragten der LG auch die RH-Arbeit in den OG`n keine Entwicklung erfährt.

Die Jahresberichte der LG-Beauftragten geben Aufschluss über die Aktivitäten in den jeweiligen LG´n. 11 Berichte liegen vor. Die Aktivitäten sind sehr unterschiedlich. Es ist nach wie vor festzustellen, dass bei Engagement und Motivation von LG-Beauftragten und/oder ihren Beauftragten eine sinnvolle und vor allem recht aktive Bewegung in die Richtung Rettungshundewesen festzustellen ist. Hervorragende Beispiele sind hier die LG 02, 05, 06 und 12.
Eine aktuelle Darstellung in der LG-Homepage bietet oftmals schon eine sinnvolle Information für unsere aktiven Rettungshundemitglieder, die auf der Suche nach einem naheliegenden Betätigungsfeld sind. Leider haben vier LG´n nicht einmal eine Erwähnung zum Rettungshundewesen. Das sollte unbedingt bundesweit verbessert werden, um das Rettungshundewesen im SV auch flächendeckend anzubieten.

Die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen ist sinnvoll. Leider gibt es dabei auch Konflikte, die nicht immer gütlich geregelt werden können. Da wir nach wie vor aus logistischen Gründen keinen eigenen Rettungshundeeinsatz planen, halte ich jedoch nach wie vor daran fest, dass die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen angestrebt werden sollte. Die Möglichkeit für die SV-Mitglieder zur Teilnahme am Einsatztest der IRO wurde bisher nicht genutzt. Das wäre zumindest eine Möglichkeit in den internationalen Einsatz direkt über die IRO-Zentrale integriert zu werden.

Die Statistik über die abgeleisteten Prüfungen im Berichtsjahr weist eine weitere Stabilisierung der Aktivitäten rund um das Rettungshundewesen aus. Seit dem Beginn der statistischen Aufzeichnungen stellen wir einen steten Anstieg des Interesses am Rettungshundesport fest.

Der VDH-Ausschuss für das RHW mit gleichzeitigem Anschluss an die FCI wird weiterhin durch den VDH-Obmann Detlef Kühn geleitet. Im Berichtsjahr wurden die Aktivitäten wieder aufgenommen und der Ausschuss um Volker Marx (BRH) erweitert. Es gab zwei Sitzungen, in denen die breitere Aufstellung über den DVG und weitere Rassezuchtverbände innerhalb der VDH-Mitgliedsverbände angestrebt wird. Der VDH sieht eine gute Zukunft im Rettungshundesport und wird auf jeden Fall weiterhin die Arbeit im Rettungshundewesen unterstützen.

Innerhalb der WUSV besteht eine Zusammenarbeit mit interessierten Mitgliedsländern. Im kommenden Jahr werden Richterseminare durchgeführt, um auch hier die innerhalb des SV bereits übliche Übernahme von Rettungshunde-Eignungsprüfungen durch Leistungsrichter vollziehen zu kö
Mit Vorträgen in Finnland konnte ich auch dort das Rettungshundewesen erst einmal vorstellen und denke, dass auch hier Bewegung in die Aktivierung des Rettungshundewesens kommt. Weitere Anfragen aus verschiedenen Ländern liegen nicht vor.

Die Öffentlichkeitsarbeit hängt sehr stark von den jeweiligen LG-Beauftragten ab. Lokale und regionale Seminare, Präsentationen und Vorträge werden gern angenommen, erreichen aber leider nicht das breite Publikum.
Werbung für den RH-Einsatz trägt zu einer Imageverbesserung des Deutschen Schäferhundes bei. Mit der Größe des Vereins und vor allem dem Anspruch, dass sich unser Deutscher Schäferhund optimal für den Einsatz eignet, wäre es erst einmal mehr wichtig, dass wir dies vereinintern wesentlich aktiver beweisen. Schon deshalb sind wir weiterhin um eine attraktive Darstellung der Rettungshundearbeit bemüht.

Im Richterwesen besteht aufgrund erhöhter Prüfungsnachfrage Bedarf an Nachwuchsrichtern. Ohne jedoch Rettungshunde ausgebildet und geführt zu haben ist das nicht möglich. Innerhalb des SV können auch IRO und/oder FCI Richter für die RH-Prüfungen eingesetzt werden.

Jährlich findet seit 2003 regelmäßig eine Richtertagung statt. Sie ist geprägt durch Anregungen für die Förderung des RHW insgesamt. Es ist auch unsere Aufgabe, die Leistungsrichter des SV, die letztlich berechtigt sind, eine Eignungsprüfung abzunehmen, zu schulen, um das Rettungshundewesen in den OG und LG zu stärken. Leider ist es manchmal beschämend, dass sich eingesetzte LR hier nicht ausreichend informieren und falsche Signale senden.


Zum Schluss

Der administrative Bereich ist zeit- und arbeitsintensiv. Die Vielzahl der Anfragen wird in Kooperation mit der HG erledigt. Einige LG-Beauftragte unterstützen schon dadurch diese Arbeit, dass sie innerhalb ihrer LG alle Anfragen selbst bearbeiten und die Gesamtleitung dadurch entlasten.  

Die Integration unseres Vereins in die Rettungshundearbeit ist ein wichtiges und vor allem zukunftorientiertes Standbein. Es sollte weiterhin unser Ziel sein, in diesem nicht nur interessanten, sondern auch sinnvollen Freizeitbereich strebsam weiterzuarbeiten und auch in den OG für mehr Interesse an der Rettungshundearbeit zu werben.

Wie auch in den Vorjahren schließe ich den Bericht mit dem Wunsch, dass wir als weltgrößter, verantwortungsvoller Zuchtverein ständig daran arbeiten, triebbeständige, leistungsstarke und vor allem gesunde Hunde zu züchten und unsere Mitglieder anhalten, diese tierschutzgerecht auszubilden.

 

Herne, den 02.01.2013

Walter Hoffmann

 

 

 

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