Anlässlich der diesjährigen LGA habe ich die Unterordnung gerichtet
und dazu den folgenden Bericht verfasst:

Richterbericht LGA 2013 in Kamen
Abt: Unterordnung

Gegenüber den Vorjahren stellten sich in diesem Jahr nur 29 Hundeführer/innen auf der LGA dem Leistungsvergleich der Besten Westfalens. Der Ablauf in der Unterordnung war einwandfrei organisiert und mit Susanne Wachsmut als Beirichterin für Unbefangenheitsprobe, Chipkontrolle und Ablage hervorragend besetzt.

Besonders in der Unterordnung gibt es sehr viele unterschiedliche Auffassungen, was fehlerhaft oder korrekt ist. Die Einen sprechen von Ausstrahlung, die Anderen von unnatürlicher Präsentation. Oftmals sind Hundesportler/innen auch irritiert, wegen der unterschiedlichen Beurteilungen. Vor diesem Hintergrund war ich bestrebt, allein die Vorgaben der Prüfungsordnung umzusetzen und emotional geprägte Aspekte außer Acht zu lassen. Entscheidend ist die Präsentation selbst, die Arbeitsfreude und Belastbarkeit des Hundes, die sportliche Vorführung insgesamt. Es ist auch nicht notwendig, auf einer überregionalen Veranstaltung deutlich strengere Maßstäbe anzusetzen, weil Stressfaktoren ohnehin schon eine höhere Belastung für Hundeführer/innen und Hunde mit sich bringen.

Lobenswert sind durchweg die Konzentration der Hunde in der Unterordnung und die deutliche Abnahme von Führerhilfen gegenüber den Vorjahren. In der Freifolge erhielt mehr als die Hälfte aller Teilnehmer die Note „V“ oder „SG“. Bei der Sitzübung führte vielfach das zögernde und/oder schräge Absitzen und fehlende Aufmerksamkeit zu Punktabzug. Lobenswert war auch die durchweg freudige, flotte Arbeit in der Platz- und Stehübung. Bei den Bringübungen, die ebenfalls durchweg zielstrebig flott präsentiert wurden, muss das Bringholz ruhiger gehalten werden vor allem beim Vorsitzen. Die Sprünge waren überwiegend kraftvoll und gaben nur vereinzelt Anlass zur Kritik. Beim Voraussenden führte die nicht direkte Annahme des Hörzeichens „Platz“ zu den wesentlichen Punktabzügen. Die von Susanne Wachsmut aufmerksam beobachtete Ablage war mit wenigen Ausnahmen mit geringen Fehlern durch unruhiges Liegen oder nicht korrektem Aufsitzen behaftet.

Wie in jedem Jahr sind freilich auch einigen Hundeführer/innen gravierende Fehler unterlaufen. So rutschten sie wegen Nichtausführung einer Übung oder Verweigerung eines Sprunges in der Gesamtwertung deutlich ab. Alle Teilnehmer/innen haben jedoch die Mindestpunktzahl erreicht in der Unterordnung.

Insgesamt habe ich folgende Bewertungen vergeben:

2 x   „Vorzüglich“
11 x „Sehr gut“
13 x „Gut“ und
3 x „Befriedigend“

Mein Kompliment gilt den Teilnehmern/innen für die sportlich faire Präsentation ihrer Hunde.

Dem Team der LG Westfalen wünsche ich nun eine erfolgreiche Teilnahme an der diesjährigen Bundessiegerprüfung in Göttingen.

Walter Hoffmann

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