Österreichische Staatsmeisterschaft für Rettungshunde 2012 in Bruck an der Leitha

Das reizvolle und malerische Bruck an der Leitha im Grenzbereich zwischen Niederösterreich und dem Burgenland zwischen Wien und dem Neusiedler See war Austragungsstädte der traditionellen Staatsmeisterschaft für Rettungshunde.

Der Österreichische Gebrauchshundesportverband (ÖGV) hat sich mit Unterstützung weiterer „Insider“ ins Zeug gelegt und eine wirklich hervorragende Veranstaltung organisiert. Die umfangreiche Besetzung von Mitarbeitern in Fährte, Fläche oder Trümmer in umliegenden Bereichen, oder für Unterordnung und Gewandtheit auf dem OG Gelände mit Versorgung der vielen Helferinnen und Helfer wurde in kameradschaftlicher, fleißiger und freundlicher Form für Alle erledigt. Die Teilnehmer waren gleichwohl wie die amtierenden Richter und die vielen Helfer begeistert. Leider gab es viele Absagen und folglich auch Änderungen der Zeitpläne. Kein Problem für Christiane Geritzer, die spontan die Korrektur vornahm um sich dann wieder um die anwesenden Richteranwärter aus Slowenien kümmern zu können. Von 92 gemeldeten RH-Teams gingen letztlich „nur“ 81 an den Start.

Im Richterteam mit Digna Schoonenboom (Fährten, sowie Unterordnung und Gewandtheit) und Pavel Sabacky (Trümmer) war ich für die Flächensuche eingeteilt. Geboten wurde für die Fläche ein abwechslungsreiches Waldgelände. Wie schon am Vortag gemeinsam das Gelände markiert und mit GPS die Verstecke nummeriert wurden verriet schon Professionalität der dafür eingeteilten Gruppe mit Claudia Höttinger an der Spitze.

Am Freitag begannen bei herrlichem Wetter schon am frühen Morgen die Sucharbeiten in der Fläche und in den rd. 70 km vom OG-Gelände gelegenen Trümmern. Schon nach den ersten Abläufen der Flächensuche war auch die Erfahrung und Aufrichtigkeit der Versteckpersonen erkennbar. Unverzichtbar für eine gelungene Veranstaltung dieser Art und dem Bemühen um eine gerechte Beurteilung.

Die hundesportlichen Leistungen waren sehr variantenreich, nämlich von „SG“ bis „M“. Mit nur zwei Ausfällen von 7 Teilnehmern schienen auch die Leistungen herausragend zu sein. Am späten Nachmittag schaue ich mir die durchweg guten Fährtenarbeiten auf dem großzügigen Ackergelände an. Es endet der erste sonnige Prüfungstag mit doch schon recht hochsommerlichen Temperaturen. Wir werden ins Hotel gebracht und lassen bei einem guten Abendessen den Tag ausklingen.

Samstag 6:30 Uhr geht´s wieder los in die Fläche. Vorbereitungen werden getroffen. Es beginnt mit dem ersten Teilnehmer wieder um 8:00 Uhr ein allmählicher Wetterumschwung, der dann bis in die Nachmittagsstunden in zeitweise ausgiebige Schauer übergeht. Auch die Ergebnisse waren an diesem Tag mäßig, allerdings auch vielfach verschuldet durch die Hundeführer/innen. Durchnässt geht’s erst ins Hotel, wo nach kurzem Kleidungswechsel der Weg in die OG zum Kameradschaftsabend ansteht. In gemütlicher Runde werden Fachgespräche geführt. Im Hinblick auf die kurze Nacht, weil es am Sonntag schon wieder um 6:00 Uhr losgeht, wird es auch nicht allzu spät.

Der sonnige Sonntag bringt auch nicht die erwarteten Leistungen. Leider ist auch von den Trümmersuchen keine bessere Kunde gekommen. So liegen die Ergebnisse doch deutlich unter den Erwartungen. Es haben weit mehr als 50% das Prüfungsziel nicht erreicht.

Um 15:30 Uhr rundet die Siegerehrung eine insgesamt international besetzte und schon traditionell hervorragend organisierte IRO-Staatsmeisterschaft ab.

Es bleibt der Dank an die engagierten Teams in der Organisation und vor allem an die sich dem Wettkampf stellenden aktiven Teams aus Spanien, Slowenien, Slowakei und dem Gastgeberland Österreich.

 

Walter Hoffmann

 

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