IRO-Weltmeisterschaft
für Rettungshunde

2013

 


 

Die 19. IRO-Weltmeisterschaft in Nijmegen war eine diesjähriges Highlight im Rettungshundesport.
Erstmals konnte ein SV-Teilnehmer den Titel als Weltmeister erringen.

 

Das niederländische Team der Rettungshundeorganisation ZON hat erstmalig eine IRO-WM in ihrem Heimatland organisiert. Mit 122 Startern (Fährte 10; Fläche 53, Trümmer 58) von 47 Teams aus 19 Ländern waren vor allem die Fläche, Trümmer und Unterordnung/Gewandtheit ausgelastet. Sicher ein hoher Anspruch an die Organisatoren, Helfer/innen und Richter/innen. SV-seitig waren Albrecht Josenhans (LG Württemberg) als Fährtenbeauftragter und Klaus Horbach (LG Rheinland-Pfalz) als Fährtenleger in die Organisation mit eingebunden.

 

Die traditionelle Eröffnungsfeier mit einer Parade im Stadionumfeld wurde trotz intensiver Werbung von nur wenigen Zuschauern wahrgenommen. Leider, denn die schwungvolle Musik der vormarschierenden Kapelle, das bunte Fahnenmeer und die Rettungshundeteams hatten mehr Aufmerksamkeit verdient.

 

Zurück im Stadion wird der Festzug organisatorisch vorbereitet aufgestellt. Dazu gehört auch eine SV-Mannschaft mit Claudia Koch als Mannschaftsführerin an der Spitze.

 

Fährte:            14-01 Stefan Funk, LG Württemberg, mit Aick vom Staufer Sturm

 

Fläche:           14-02 Manuela Herb, LG Rheinland-Pfalz, mit Tessa vom Neandertal
                         14-03 Bunliang Inderwies, LG Hessen-Süd, mit Forrest vom Mörfelder Land
                         14-04 Hermann Bülter, LG Ostwestfalen-Lippe, mit Luke vom Ohrbecker Esch
                         14-05 Petra Lerche, LG Westfalen, mit Django vom alten Laibach Teich (Ersatz)
Einige Eröffnungsansprachen folgen bis der IRO Vizepräsident Detlef Kühn die 19. IRO WM in Nijmegen offiziell eröffnet. Abends ist dann die Auslosung in einer eigens dafür vorbereiteten Turnhalle.

 

Die Wettkämpfe starten am Donnerstagvormittag.

 

In der Fährtenprüfung ist es trotz des außergewöhnlichen Geländes (dichtes Heideland) gelungen, die Ausfälle in Grenzen zu halten. Auch hier finden wir eine hervorragende Organisation im idyllischen Naturschutzgebiet bei Zeeland. Zuschauer und Teilnehmer sind voll des Lobes über die Helfer/innen, den Fährtenbeauftragten und die Fährtenleger, die letztlich auch Versteckpersonen waren. Das SV-Team war mit dem Württemberger Stefan Funk erreichte eine gute Bewertung (163 Punkte), als er nach der 2.000 Schritte langen Fährte im Anspruch einer FH2 den Fährtenleger aufgefunden und angezeigt hat.

 

Rd. 20 km vom Stadion entfernt erstreckt sich ein Waldgebiet, in das die Flächensuche integriert worden ist. Parkplatz, Aufenthaltsfläche mit Versorgung und ein Richterzelt waren sinnvoll angeordnet. Zuschauer konnten die RH-Teams bis zur Grundlinie begleiten, mussten dann aber dort verharren, während der Hund seine Flächensuche absolvierte. Mit dem teilweise dichten Bewuchs hatten einige Hunde sichtliche Probleme. Es traf auch zwei SV-Teilnehmer, die letztlich nicht das Ziel erreichten, alle drei Versteckpersonen zu finden und anzuzeigen. Unser dritter Teilnehmer aus Ostwestfalen-Lippe machte dann allerdings mit einer sehr guten Leistung auf sich aufmerksam. Wir sind alle überrascht, denn er ist Neuling im Rettungshundewesen.

 

Das Trümmergelände war im 60 km entfernten Weeze nahe dem Flughafen. Dieses sehr interessante Gelände war eine Herausforderung für die Fachleute und vor allem die guten Rettungshunde. Für die Hundeführer/innen war die taktische Lage in der Mannschaftsführerbesprechung bereits vorgegeben. So konnte das RH-Team seine taktische Vorgehensweise zeitsparend vortragen. Versteckpersonen wurden trotz Anwesenheit von Zuschauern verdeckt eingebracht. Auch das verbesserte im Hinblick auf die hohe Teilnehmerzahl die Vorgaben des Zeitplans.

 

Die Zuschauer konnten das Geschehen auf einer außerhalb des Suchgebiets eigens eingerichteten Empore verfolgen. Eine mobile Lautsprecheranlage stand hier für die Beurteilungsbekanntgabe zur Verfügung.

 

In diesem Jahr war vom SV kein Teilnehmer dabei.

 

Die großzügig angelegte, schöne, moderne Stadionanlage am Vossendijk in Nijmegen-Hatert war nicht nur die zentrale Anlaufstelle der Organisation, sondern auch die Austragungsstätte für Unterordnung und Gewandtheit. Campingplätze und Verkaufsstände säumen die mit den Fahnen aller Länder geschmückte Sportanlage.

 

Auch in der Unterordnung und Gewandtheit gab es dank der straffen, professionell geordneten Organisation keinerlei Probleme oder nennenswerte Verzögerungen.

 

Mit Spannung verfolgten wir nun die Leistungen des deutschen SV-Teams. Zwei Teilnehmer waren noch gut in der Wertung, nämlich Stefan Funk mit seinem „Aick vom Staufer Sturm“ für die Fährtenarbeit und vor allem Hermann Bülter mit seinem erst dreijährigen „Luke vom Ohrbecker Esch“. Stefan errang 83 Punkte und schaffte damit den 4. Platz in Der Fährtenarbeit unter 10 Teilnehmern.

 

Das Daumendrücken für Hermann hatte dann Erfolg, denn seine sehr guten 92 Punkte reichten letztlich für den hauchdünnen Gewinn des Weltmeistertitels. Es war spannend bis zum Schluss, denn die favorisierte Finnin Heike Lewander erreichte wider Erwarten nur 88 Punkte und verfehlte ihren Sieg um den einen wichtigen Punkt. Mannschaftsführerin Claudia Koch kann es kaum glauben und ist außer sich vor Freunde über den ersten Sieg eines SV-Teilnehmers.

 

Auch die Siegerehrung war erwartungsgemäß festlich gestaltet und bot den Aktiven und Gästen ein eindrucksvolles Bild. Der Einmarsch der Teilnehmer mit den verschiedenrassigen Hunden und ihren Nationalfahnen leitet die Abschlussfeier ein.

 

Aufmerksam nehmen alle die Abschlussworte des Veranstalters mit dem Dank an sein großartiges Team zur Kenntnis. Höhepunkt ist dann die Herausstellung der Sieger und Platzierten für jede Sparte und die Mannschaft mit Verleihung der Pokale und Abspielen der Nationalhymnen. Und natürlich sind wir alle besonders stolz auf den Sieger in der Flächensuche

 

Mit der Schlussansprache des IRO-Vizepräsidenten Detlef Kühn wird die IRO Fahne symbolisch an die slowenische Delegation als Ausrichter der 20. IRO-WM 2014 übergeben. Die 19. IRO-WM ist damit beendet.

 

Mit hervorragenden Erinnerungen an eine mustergültig organisierte Großveranstaltung verlassen wir Nijmegen, dem Gastgeber der Rettungshundefreunde aus aller Welt.

 

hsf 290913 174100 ausschnitt hpDas harmonische Team des SV mit (von links nach rechts)

Stefan Funk, Claudia Koch, Manuela Herb, Hermann Bülter, Bunliang Inderwies, Petra Lerche, Klaus Horbach (Fährtenleger)


Bild rechts:

Hermann Bülter war der völlig überraschende Sieger mit seinem Luke vom Ohrbecker Esch.

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