Großartige westfälische Teamleistung auf der Bundessiegerprüfung 2013 in Göttingen


Die LG Niedersachsen bot uns nach 2001 auch in diesem Jahr hervorragende Randbedingungen für die traditionelle SV-Bundessiegerprüfung (BSP).

bsp 2013

Die Bemühungen von SV-Gegnern mit Hilfe der Tierschutzorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) unsere Veranstaltung zu unterlaufen hat der SV sinnvoll abgearbeitet. Angeprangert wurde von PETA die gesetzlich verbotene Verwendung von Elektroreizgeräten im Hundesport. Dabei waren auch Namen von Teilnehmern im Gespräch. Nicht nur die Einladung von PETA Aktivisten zur Veranstaltung, sondern auch der Umgang mit einer vorgefertigten Medienkampagne hat der SV-Vorstand zu Beginn der Auslosung öffentlich erklärt. Das war natürlich Tagesgespräch, hatte allerdings auf den Verlauf der sehr gut organisierten Veranstaltung kaum noch Auswirkungen.

Für unsere westfälischen Teilnehmer hatte Udo Wolters alles bestens vorbereitet. Ein nahe gelegenes Hotel wurde angemietet und Trainingsanzüge von unserem Sponsor Happy Dog an die Teilnehmer ausgegeben. Donnerstag treffen wir uns im Stadion. Unsere Hunde sind fit, die Hundeführer/innen in Erwartungsspannung zur bevorstehenden Veranstaltung. In der Mannschaftsführerbesprechung werden allgemeine Informationen ausgegeben, die Richter vorgestellt und auch Einzelheiten zur Beurteilungsgrundlage erläutert. Die Auslosung der Mannschaftsreihenfolge war mit der Nr. 2 ja nun schon mal recht ordentlich für Westfalen.

Mit dem Probeschutzdienst kommen gleich zwei Westfalen zum Einsatz, und zwar Ersatzteilnehmer Manfred Leifhelm mit seinem Ali vom grauen Ma-Holt und unser Lehrhelfer Andreas Imholt. Unser Daumendrücken hatte Erfolg, denn Andreas kam dann auch zur Auswahl für den 1. Teil im Schutzdienst. Die Auslosung der Starterreihenfolge im überfüllten Festzelt brachte eine erste Überraschung, denn Christina hatte die wenig begehrte Nr. 1 gezogen.

Das westfälische Team traf sich nun nach der Auslosung zum gemeinschaftlichen Abendessen, diskutierte die in der Mannschaftsführerbesprechung ausgegebenen Informationen und war insgesamt mit den gezogenen Losen zufrieden. So endet unser erster Tag in gemütlicher Atmosphäre.

Die Veranstaltung selbst verlief reibungslos, wenn auch Zeitverzögerungen letztlich zur Normalität gehören. Das Fährtengelände war etwa 30 Autominuten entfernt, sehr gleichmäßig und sehr gut einzusehen für interessierte Zuschauer. Ein besonderes Kompliment geht hier an die Fährtenbeauftragten für eine hervorragende Übersicht und die Fährtenleger, die gleichmäßig und in guter Länge an allen Tagen aktiv waren. Eine nicht nur gute, sondern auch preiswerte Versorgung vor Ort war ebenso präsent wie ein Dixi für die Notfälle. Leider war das Zuschauerinteresse in der Fährte nicht hoch. Die Fährtenarbeiten selbst boten nur wenigen Hunden Probleme.

Am ersten Tag sind wir sehr zufrieden mit unseren Ergebnissen und treffen uns wieder zum gemeinsamen Abendessen. Wir sind sehr gespannt, ob wir unsere sehr guten Leistungen am Samstag fortsetzen können. Also stimmen wir uns auch für den neuen Tag ab, Walter ab in die Fährte, Udo bleibt im Stadion. Ergebnisse sind spontan via Handy ausgetauscht.

Am Samstag setzen unsere Hundeführer/innen die guten Leistungen fort. Es wird mal ein Fährtengegenstand überlaufen oder es unterlaufen kleine Fehler in Unterordnung und Schutzdienst. Insgesamt jedoch sind wir auch an diesem Tag sehr zufrieden mit den Leistungen und machen uns schon Hoffnung auf eine gute Platzierung in der Mannschaftswertung.

Im strömenden Regen ging es dann zum Festabend. Nahezu die ganze Mannschaft war zugegen, wie Udo es letztlich ja auch eingefordert hatte. Leider blieben jedoch ganze Landesgruppen fern, so dass reichlich viele Plätze unbesetzt waren. Der offizielle Beginn hatte sich auch im Hinblick auf die Verzögerungen im Wettkampf verschoben. Letztlich begrüßte dann der Veranstaltungsleiter Georg zum Felde die Gäste, der SV-Präsident nahm die Ehrungen des Veranstaltungsleiters und des Bundessiegers vom Vorjahr vor und Familie Schleuter mit ihrer Band „Fine Time“ startete die Tanzmusik. Dieser Aufforderung wurde recht schnell gefolgt. Als wir das Zelt verlassen regnet es immer noch, zum Leidwesen des Veranstalters, denn schon am Vortag mussten einige Autos auf dem Parkplatz aus dem aufgeweichten Boden befreit werden.

Sonntag verfolgen wir freilich gespannt die noch aktiven Leistungen und hoffen auf unser Team. Wenn auch in unserem letzten Schutzdienst letztlich eine Disqualifikation herauskam, waren wir alle sehr zufrieden und voller Freude über einen hervorragenden dritten Platz in der Mannschaftswertung.

Die Siegerehrung beginnt mit dem traditionellen Einmarsch der Hundeführer/innen. An der Seite unseres Agility Teams, das ebenfalls mit einem 3. Platz in der Mannschaftswertung begeisterte. Wir genießen den Applaus der Fans. Vor der Ausgabe der Pokale an die Erstplatzierten wird die Nationalhymne von einem Solisten gesunden.

Es ist für Westfalen ein Novum, dass sich gleich zwei Hundeführer für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft, die in diesem Jahr in Philadelphia stattfindet, qualifiziert haben. Wir wünschen Björn Reckmann mit seinem Life vom Fürstentum Kaunitz und Landessieger Sven Viebahn mit seinem Artus vom grauen Ma-Holt viel Erfolg bei dieser hochkarätigen Veranstaltung.

Gern habe ich den großen Pokal für den 3. Platz in der Mannschaftswertung entgegen genommen allerdings wohl wissend, dass es nicht mein Verdienst war, sondern der eines hervorragenden westfälischen Teams.

         Walter Hoffmann      
(Mannschaftsführer gemeinsam mit Udo Wolters)

Wer ist online

Aktuell sind 26 Gäste und keine Mitglieder online